Diskussion über Demokratie und Digitalisierung mit Helmut Holter, Heike Kahl, Meike Otternberg und Julia Niharika Sen am Tag der Bildung 2018
Foto: DKJS/Jörg Farys

Podiumsdiskussion am Tag der Bildung 2018 über die Bedeutung von Demokratiebildung und Digitalisierung

„Schulen müssen Lern- und Lebensorte für Demokratie sein. Wir müssen sie dabei unterstützen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Die Stärkung der digitalen Ausstattung und Kompetenz ist eine davon“, so Helmut Holter, Vorsitzender der Kultusministerkonferenz 2018.

Moderiert von NDR-Journalistin Julia Niharika Sen diskutierten Helmut Holter (Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Thüringen), Petra Caspers-Naujoks (Schulleiterin der Mittelpunktschule Hartenrod in Hessen), Meike Otternberg (Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet) und Dr. Heike Kahl (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung) über Anforderungen der Demokratiebildung und Digitalisierung.

Wie lassen sich Demokratiebildung und Digitalisierung in der Praxis erfolgreich verbinden und welche Schritte müssen getan werden? Potential sahen die Anwesenden bei der Entwicklung der Schulkultur. Schulen müssen zu einem demokratisch(er)en Ort entwickelt werden, an dem Kinder und Jugendliche mehr Beteiligung erfahren. „Keine Scheinbeteiligung“ forderte Dr. Heike Kahl. Es hilft nicht, Kindern und Jugendlichen das Gefühl zu geben, dass sie entscheiden können, sondern sie müssen wirklich entscheiden dürfen – „und zwar mehr als die Farbe der Toilettentüren“.

Ein höherer Grad an Mitbestimmung stellt auch neue Herausforderungen an die Schulen und ihre Mitarbeitenden, sie müssen gemeinschaftlich Bereitschaft zeigen, neue Wege zu gehen und sich selbst stärker der Digitalisierung öffnen. Wechselseitiges Lernen und Kooperationen mit außerschulischen Partnern können dabei gute Unterstützung leisten und gemeinsam einen Pool an multiprofessionellem Wissen in diesen Bereichen aufbauen.