Meike Otternberg vom Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet stellt eine Studie zur Internetnutzung von Jugendlichen vor
Foto: DKJS/Jörg Farys

Keynote von Meike Otternberg mit Ergebnissen ihrer aktuellen Studie zur Internetnutzung von 14- bis 24-Jährigen

Kinder und Jugendliche sind nicht automatisch mit den Kompetenzen und dem Wissen über den sicheren Umgang im Internet ausgestattet, nur weil sie im Zeitalter der Digitalisierung geboren wurden. Dies muss erlernt werden, erst dann kann man die Chancen der Digitalisierung wahrnehmen und die Teilhabe und Partizipation an gesellschaftlichen, demokratischen Entwicklungen erleben.

Meike Otternberg vom Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) stellte am Tag der Bildung 2018 in ihrer Keynote „Euphorie war gestern – ist Vertrauen im Internet noch möglich?“ die Ergebnisse der aktuellen Studie zur Nutzung und Einstellung von 14- bis 24-Jährigen zum Internet vor. Diese zeigt, dass Jugendliche unter 25 Jahren heute zwar täglich online sind und die digitale Welt fester Bestandteil ihrer Lebenswirklichkeit ist, die Unsicherheiten und negativen Einstellungen zur Nutzung des Internets jedoch zunehmen.

Es darf uns nicht egal sein, wenn junge Menschen in einem für sie enorm wichtigen Medium davor zurückschrecken, ihre Meinung zu äußern appelliert Meike Otternberg.

Das Erstellen einer Instagram Story und Nutzen verschiedener Apps stellt für die Studienteilnehmenden keine Schwierigkeit dar – aber Fake-News, Fake-Profile und andere betrügerische Inhalte verunsichern junge Menschen. Aus Angst vor öffentlichen Beleidigungen und Beschimpfungen äußern sogar 38% der Befragten ihre Meinung im Netz nicht mehr. So werden sie zu passiven Beobachtern, statt Gestaltern eines Diskurses und ihrer eigenen Lebenswelt.