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Das Projekt

Es gibt nur noch wenige Zeitzeugen, die aus erster Hand vom Holocaust berichten können. In dem Projekt Spurensuche befassen sich interessierte Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen und jugendliche Teilnehmer/innen aus Maßnahmen/Projekten der SBH Südost GmbH mit dem Holocaust. Sie verfolgen den Weg deportierter Familien und erzählen und verarbeiten die Erfahrungen in einem „Tagebuch der Gefühle“. So entsteht ein Erfahrungsbericht über das Erlebte für andere Kinder und Jugendliche. Für Recherchearbeiten nehmen die Jugendlichen Kontakt zu den Stolpersteinen Halle, zum Stadtarchiv und zum jüdisches Zentrum auf und erfahren, welche jüdischen Familien in Halle deportiert wurden. Auch Kontakt zu Familien, die deportiert wurden, kann hergestellt werden. Die Schülerinnen und Schüler verfolgen den Weg der deportierten Familien, der zum Warschauer Ghetto, nach Buchenwald und schließlich Auschwitz führte. Ein Besuch von Auschwitz ist angedacht, bei dem die Jugendlichen eine Woche recherchieren und das Erlebte und ihre Gefühle in einem Tagebuch niederschreiben. Die Texte der Schüler und Schülerinnen werden zu einem Tagebuch zusammengeführt, das von den Jugendlichen gestaltet wird, um anschließend gedruckt und publiziert zu werden. (Ein erstes Tagebuch der Gefühle wurde bereits veröffentlicht.) Das Projekt wird gleichermaßen von der Schulsozialarbeiterin und dem außerschulischen Partner begleitet. Die Ergebnisse werden zunächst im Geschichtsunterricht der Schule präsentiert. Im Anschluss gehen die beteiligten Schülerinnen und Schüler in Vereine und Schulen und lesen anderen Jugendlichen aus ihrem Buch vor. Danach gibt es Raum, um zu diskutieren und in Dialog zu treten. Die Jugendliche lernen und entwickeln demokratische Aushandlungsprozesse innerhalb der Gruppe. Sie gestalten den kompletten Projektablauf selbst und eigenständig, die Betreuer und Mitarbeiter fungieren hierbei begleitend und unterstützend. Dabei wird vor allem die Selbstständigkeit und die eigene Persönlichkeit geschult. Durch die Erarbeitung eines eigenen Produkts können die Teilnehmenden Stolz und Erfolg der geleisteten Arbeit fühlen. Dieses Gefühl soll bestmöglich als Voraussetzung für künftige Arbeiten mit dem Tagebuch geweckt werden. Durch die Behandlung dieser sensiblen Thematik können Gefühle und Emotionen geweckt werden, welche die Schülerinnen und Schüler als Handlungs- und Gesprächsgrundlage innerhalb des Gruppengefüges nutzen können. Das Projekt hat Schnittstellen zu historischer Bildung, Erinnerungskultur und soll über die Themen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aufklären und sensibilisieren, mit dem Ziel, Ausgrenzung vorzubeugen.

Die Schule

Kooperative Gesamtschule "Ulrich von Hutten"
(weiterführende Schule mit gymnasialer Oberstufe)
Halle

Ansprechpartner/in: Michaela Jankowski

Der Partner

SBH Südost GmbH, Standort Halle
Halle

Ansprechpartner/in: Jens Degener, Andreas Dose, Tel. 0345 779160

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