• ländlicher Raum
  • Kultur & Religion, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Toleranz & Vielfalt

Das Projekt

Im Projekt „Kultur und Vorurteile“ wird für die Klassenstufen acht und zehn ein Workshop durchgeführt, der von zwei Referenten betreuet wird. In diesem Projekt werden primär Soft Skills für interkulturelle Begegnungen vermittelt und Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens jugendgerecht aufgearbeitet. Im Workshop setzen sich die Teilnehmenden interaktiv mit der Funktionsweise von Selbst- und Fremdwahrnehmung auseinander. Anhand von alltagsnahen, durch Vorurteile verursachten Konfliktsituationen erarbeiten sie selbstständig Handlungsoptionen zur Lösung der jeweiligen Problemstellung. Sie werden für Sitten und Bräuchen fremder Kulturen sensibilisiert und reflektieren Fremd- und Selbstzuschreibung einer eigenen kollektiven Identität, während sie erstmalig mit Arbeitsdefinitionen für „Vorurteil“, „Klischee“ und „Diskriminierung“ konfrontiert werden. In Plenumsdiskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten, Rollenspielen, Bewegungs- und Informationsphasen werden verschiedene Methoden angewandt, um die Inhalte des Workshops abwechslungsreich und jugendgerecht aufzuarbeiten. Somit soll durchweg ein wertschätzendes Miteinander gestärkt, Ressentiments abgebaut, den Einflussmechanismen menschenverachtender Ideologien entgegengewirkt und insgesamt eine aktive und weltoffene Jugend gefördert werden. Die Arbeitsergebnisse werden auf Plakaten festgehalten. Diese verbleiben als Anschauungsmaterial in der Schule und können in der Nachbetreuung erneut aufgegriffen werden. Von zentraler Bedeutung dieses Projektes ist die Vor- und Nachbereitung der Workshops, die gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern, Schulsozialarbeitern und Lehrkräften über das gesamte Schuljahr hinweg gestaltet wird. In Vorbereitung der Workshops werden die Methoden und thematischen Schwerpunkte, wie die an den Projekttagen behandelten Kulturkreise, gemeinsam mit der Schülervertretung ausgewählt. Somit werden die Schülerinnen und Schüler nicht nur über die anstehenden Projektphasen informiert, sondern aktiv in die Ausgestaltung einbezogen. In der Nachbereitung der Workshops sollen gemeinsam mit den Jugendlichen und ihren Lehrerinnen und Lehrern Schnittstellen zum Unterricht gefunden werden. Die in der Projektphase erarbeiteten Materialien können beispielsweise in Form einer Gruppenübung oder eines Klassengesprächs thematisch aufgegriffen werden. Die Arbeitsergebnisse verbleiben über den Projekttag hinaus in der Schule, damit auch den übrigen Klassen die Themen der Workshops präsentiert werden können. So wird ein Wissenstransfer über die Workshop-Gruppe hinaus hergestellt.

Die Schule

Heinrich-Heine-Schule Gadebusch
(Sekundarschulen (beinhaltet: Haupt- und Realschulen, IGS, Gemeinschafts- und Gesamtschulen))
Gadebusch

Der Partner

Mecklenburger AnStiftung
Wismar

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