Aufnahmen aus der inklusiven Sophie-Scholl Schule in Berlin (c) Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de
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„Wer hat, dem wird gegeben.“

Eine Untersuchung zur politischen Bildung an Schulen von Sabine Achour und Susanne Wagner

Spätestens seit "Fridays For Future" ist klar: Kinder und Jugendliche wollen in der Schule auch über brandaktuelle Themen wie den Klimawandel, soziale Ungleichheit oder Hate Speech reden. Für politische Bildung gibt es außerhalb von Gymnasien aber kaum Platz, wie die aktuelle Studie „Wer hat, dem wird gegeben.“ von Prof. Dr. Sabine Achour und Susanne Wagner im Auftrag der Friedrich Ebert Stiftung zeigt.

Aus der Zusammenfassung der Studienergebnisse heißt es:

Politische Bildung ist ein zentraler Auftrag von Schule, wird in unterschiedlichen Schulformen aber sehr verschieden umgesetzt. In einer Umfrage unter 3.400 Schüler_innen bestätigt sich das Matthäus-Prinzip „Wer hat, dem wird gegeben“: Politische Bildung für Schüler_innen von Gymnasien ist oftmals nicht nur umfangreicher, sondern die Schüler_innen am Gymnasium schätzen ihn als abwechslungsreicher und partizipativer ein als die Schüler_innen an anderen Schulformen. Ungleiche Teilhabemöglichkeiten an politischer Bildung spiegeln sich auch in den politischen Einstellungen der Schüler_innen wider. Erforderlich ist daher eine Stärkung politischer Bildung an allen Schulen, weil sich herkunftsbedingte Unterschiede der Schüler_innen im Zugang zur politischen Bildung nicht durch die Wahl der Schulform verstärken dürfen.

Eine Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse der Studie gibt es hier.

Prof. Dr. Sabine Achour ist Professorin für Politische Bildung/ Politikdidaktik am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und Landesvorsitzende der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung e.V.

Susanne Wagner ist wissenschaftliche Mitarbeiter in am Otto-Suhr-Institut.