Regie: Beatrice Möller/libellefilm

Die Schüler der Gemeinschaftsschule Nohfelden im Saarland arbeiten seit 7 Jahren in der Stolperstein AG zum Thema „Jüdisches Leben in der Gemeine Nohfelden“.  Entstanden ist bereits eine Ausstellung zum jüdischen Leben in der Gemeinde Nohfelden, die nun regelmäßig an andere Schulen verliehen wird. Bei ihrer Arbeit ging es darum, an das Schicksal der ehemaligen jüdischen Nachbarn zu erinnern. Die erarbeiteten Inhalte wurden auf einer Webseite zusammen gefasst, damit jeder Einblick erhalten kann. Darüber hinaus gibt es eine Audiospur, dieauch Menschen mit Sehbehinderungen einen Zugang zur Ausstellung ermöglichen soll – entstanden durch eine Kooperation mit der Louis-Braille-Schule in Lebach. Auch eine Aufbereitung in leichter Sprache wurde umgesetzt. Dadurch, dass die Schüler die Ergebnisse der Erinnerungsarbeit für sehgeschädigte Menschen sowie für lernbehinderte Menschen und Menschen mit Sprachschwierigkeiten zugänglich gemacht haben, wollen sie zu einer besseren Integration beitragen. Die AG der Erinnerung will aber auch mahnen, zu was Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und antidemokratisches Denken führen können und wie wichtig Offenheit, Respekt und (Religions-) Vielfalt für unsere Gesellschaft sind. Im aktuellen Projekt „Wege der Erinnerung“ werden die Schüler zunehmend digitale Medien miteinbeziehen, um ihre Mitschüler und andere Schulen für ihr Thema zu interessieren.