Was bedeutet zeitgemäße Demokratiebildung für OPENION?

Im Rahmen von OPENION stellen wir die Frage nach einer zeitgemäßen Demokratiebildung. Diese ist für die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung in erster Linie dann eine wirksame Demokratiebildung, wenn Praktikerinnen und Praktiker kontinuierlich über ihre Praxis und Ziele reflektieren. Darüber hinaus gibt uns der 15. Kinder- und Jugendbericht wertvolle Hinweise, vor welchen Fragen und Herausforderungen die Demokratiebildung aktuell steht. 

Zeitgemäß auf thematischer Ebene: Berücksichtigung aktueller gesellschaftspolitischer Entwicklungen 

  • Inwiefern werden aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und Phänomene, die sich auf unser Zusammenleben auswirken (z.B. Digitalisierung, Migration, Europa, (Rechts-)Populismus, demografischer Wandel) im Rahmen der Demokratiebildung auf thematischer Ebene aufgegriffen bzw. welcher Anspruch ergibt sich daraus für demokratiebildende Ansätze? 

Zeitgemäß auf methodischer Ebene: Orientierung an (veränderten) Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen 

  • Wie können oben genannte Entwicklungen inhaltlich und methodisch für Kinder und Jugendliche anschlussfähig und ansprechend thematisiert und bearbeitet werden? 
  • Wie werden reale Fragen, Bedarfe und bedeutsame Themen, die das unmittelbare Lebensumfeld bzw. den Sozialraum von Kindern und Jugendlichen betreffen, aufgegriffen? 
  • Welche Ansätze haben besonderes Potential, Demokratie im Alltag erfahrbar zu machen und demokratische Handlungskompetenz zu fördern? Welche Rolle spielen dabei digitale und dialogorientierte (Beteiligungs-)Formate? 

Zeitgemäß im Sinne der Öffnung von Schule und Kooperation vor Ort 

  • Welche besonderen Potentiale liegen in der Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Partnern im Bereich Demokratiebildung? 
  • Welche Herausforderungen und Gelingensbedingungen gibt es in diesem Zusammenhang? 

Wir fragen, sammeln und bereiten unser Wissen aus der Praxis von OPENION heraus zielbezogen auf. Wir planen gemeinsam mit Akteuren des Bildungssystems und der Fachcommunity in den Ländern, wie wir den Transfer gewinnbringend gestalten können. 

Welche Ziele verfolgt OPENION?

OPENION – Bildung für eine starke Demokratie ist ein bundesweites Modellprojekt mit fragendem Ansatz. Vor dem Hintergrund zunehmender Komplexität und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Herausforderungen sind wir neugierig: „Wie kann zeitgemäße Demokratiebildung an der Schnittstelle von Schule und außerschulischen Partnern gelingen?“ Um dieser Frage näher zu kommen, agieren wir auf zwei Ebenen: 

  1. Wir fördern bundesweit über 200 Projektverbünde im Bereich Demokratiebildung: Dazu unterstützt OPENION lokale Kooperationen von Schulen und außerschulischen Partnern, die darauf ausgerichtet sind, Demokratie für Kinder und Jugendliche im Alltag erfahrbar zu machen, den Austausch miteinander sowie mit anderen zu stärken sowie neue, zeitgemäße Themen und Formate auszuprobieren. Die Unterstützung erfolgt durch Projektmittel, fachliche Impulse in Form diverser Begleitangebote sowie Möglichkeiten zu Vernetzung und Austausch. 
  2. Dabei suchen und verbreiten wir gemeinsam mit unseren Partnern gute und zeitgemäße Ansätze von Demokratiebildung und binden im Rahmen von unterschiedlichen Veranstaltungsformaten systematisch und dialogisch Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik, Verwaltung und Fachcommunity sowie Akteure vor Ort ein. 

OPENION…

  • initiiert Kooperationen von Schule und außerschulischen Partnern im Bereich zeitgemäße Demokratiebildung oder entwickelt diese weiter 
  • unterstützt erwachsene Begleitungen darin, Demokratie für Kinder und Jugendliche im Alltag erfahrbar zu machen  
  • unterstützt die Umsetzung und Zielerreichung von Landesstrategien zur Demokratiebildung und trägt zur Nachhaltigkeit der unterschiedlichen Vorhaben bei 

Zielgruppen:

Nutzer- bzw. Praxisebene

  1. Erwachsene Begleiterinnen und Begleiter an Schule und außerschulischen Einrichtungen, z.B. Lehrkräfte und pädagogisches Personal
  2. Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren in den Projektverbünden

Entscheider- und Gestalterebene

  1. Akteure in der Demokratieförderung
  2. Politik und Verwaltung
Welches Verständnis von Demokratiebildung legt OPENION zugrunde?

Der Begriff Demokratiebildung umfasst diverse pädagogische Ansätze und wird in der Fachdebatte genutzt, um Demokratiepädagogik, politische Bildung und Demokratiedidaktik zusammenzuführen. Für den Wirkungskontext von OPENION gehen wir von folgendem Verständnis aus: Demokratiebildung umfasst alle pädagogischen Tätigkeiten zur Förderung von Fähigkeiten, die Menschen benötigen, 

  • um Demokratie als Lebensform zu erleben und diese in Gemeinschaft mit anderen Menschen aktiv zu gestalten, 
  • um sich für eine demokratische Gesellschaftsform zu engagieren und diese durch Partizipation und Mitwirkung in lokalen und globalen Kontexten mitzugestalten, 
  • um Demokratie als Regierungsform durch aufgeklärte Urteilsbildung und Entscheidungs-findung zu bewahren, zu reflektieren und weiterzuentwickeln. 

Demokratiebildung erschöpft sich also nicht in der Wissensvermittlung über Organisationen, Regierungsformen und parlamentarische Beteiligung. Demokratiebildung bedeutet in erster Linie, Demokratie täglich zu erleben, selbst (mit) zu gestalten und dabei praktisch zu erlernen - mit dem übergeordneten Ziel, dass Kinder und Jugendliche sich als mündige, mitbestimmende Bürgerinnen und Bürger (ohne Wahlrecht) beteiligen (können). Zahlreiche Bildungsansätze aus den Feldern der politischen Bildung, der kulturellen Bildung oder der Medienbildung können dabei in diesem Sinne demokratiebildend wirken. 

Für OPENION sind praktisches Erlernen, Erfahren und Praktizieren demokratischer Beteiligung und Aushandlung zentrale Aspekte von Demokratiebildung. Wesentliche Voraussetzungen für die demokratische Mitsprache und Mitgestaltung von Jugendlichen liegen dabei besonders in deren Erfahrung von Anerkennung, Selbstwirksamkeit und aktiver Verantwortungsübernahme in den für sie relevanten Lern- und Lebenssituationen. Dies geschieht vor allem dort, wo Kinder, Jugendliche und ihre erwachsenen Begleitungen sich begegnen: in der Schule, in der Familie und im angrenzenden Sozialraum. 

Warum fördert OPENION Kooperationen und welche Rolle spielen erwachsenen Begleitungen?

Jugendstudien zeigen, dass junge Menschen sich gerne für Dinge engagieren, die sie im Nahraum selbst betreffen und interessieren. Insbesondere projektorientierte Beteiligungsformen bieten wichtige Erfahrungsräume, um aktiv zu gestalten und die Grundregeln des demokratischen Miteinanders zu lernen. Voraussetzung hierfür sind gute und reale Beteiligungsmöglichkeiten und Entscheidungsspielräume, die ein Bild von Demokratie als positiven Gesellschaftsentwurf vermitteln. Um demokratische Beteiligung sowie politische und soziale Teilhabe von jungen Menschen zu ermöglichen und sie als Expertinnen und Experten für ihre Lebenswelt zu verstehen, braucht es Mut, Haltung und Methodenkompetenz von erwachsenen Begleitungen. Vor dem Hintergrund, dass Schulen sich immer mehr vom Lern- zum Lebensort wandeln und damit eine Demokratisierung des Schulalltags immer wichtiger wird, bieten sich besondere Chancen in der Zusammenarbeit mit gemeinnützigen außerschulischen Partnern vor Ort. Neben der Expertise in der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sind diese Partner vor allem in der Lage, sich an deren Alltags- und Lebenswelten sowie aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen zu orientieren und die kommunikativen Zugänge zur Zielgruppe zu öffnen. Gerade durch gelingende Kooperation zwischen schulischen und außerschulischen Partnern können an dieser Stelle multiprofessionelles Wissen und pädagogische Zugänge verzahnt werden, Expertisen ausgetauscht und Kinder und Jugendliche in ihrer demokratischen Identitätsbildung unterstützt werden. 

Was ist ein Projektverbund? Was macht ein Projektverbund?
  • Ein Projektverbund besteht aus mindestens einer Schule in Kooperation mit mindestens einem gemeinnützigen außerschulischen Partner. Dies können Jugendhilfeträger, Akteure der außerschulischen politischen Jugendbildung oder jugendkulturelle Einrichtungen sein. 
  • Die Projektverbünde setzen über mind. ein Schuljahr hinweg Vorhaben zur Demokratiebildung von Kindern und Jugendlichen um, basierend auf dem Bedarf vor Ort. Die Projekte beschäftigen sich mit aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen und ihren Chancen sowie Herausforderungen, wie zum Beispiel der Digitalisierung der Gesellschaft, Migration und der Rolle sozialer Medien. Die Projektverbünde wenden digitale, selbstbestimmte und dialogorientierte Formen der Demokratiebildung an, verbinden traditionelle Ansätze mit neuen Herangehensweisen, erproben diese und entwickeln sie weiter. Alle Projektverbünde schöpfen das Potential der Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Partnern, insbesondere mit Blick auf die Beteiligung Jugendlicher, aus. 
Welche inhaltlichen Leitlinien sind für den Projektverbund relevant? Wann ist ein Projektverbund "erfolgreich"?

Der Projektverbund orientiert sich an Fragestellungen zu „zeitgemäßer Demokratiebildung“, das bedeutet: 

  • sich thematisch mit aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen und ihren Chancen sowie Herausforderungen beschäftigen (beispielsweise Digitalisierung der Gesellschaft und ihre Auswirkung auf Meinungsbildungs- und Aushandlungsprozesse, Inklusion, Partizipation und Teilhabe in der Migrationsgesellschaft, Umgang mit zunehmend rechtsextremen und demokratiefeindlichen Tendenzen) 
  • sich methodisch an selbstbestimmten, innovativen und dialogorientierten Wegen orientieren und traditionelle Ansätze mit neuen Herangehensweisen und Impulsen verbinden und diese erproben und ggf. weiterentwickeln. 
  • hinsichtlich der Kooperation die Potentiale der Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Partnern ausschöpfen. 

Ein Projektverbund verläuft erfolgreich, wenn… 

  • der Projektverbund fortlaufend und regelmäßig zusammenarbeitet, die Rollen zwischen den Kooperationspartnern transparent und nachvollziehbar verteilt sind und die Zusammenarbeit reflektiert wird. 
  • die demokratische Beteiligung von Kindern und Jugendlichen über ein Jahr gelingt und sich weiterentwickelt. Die Kinder und Jugendlichen erfahren Anerkennung, Selbstwirksamkeit und aktiver Verantwortungsübernahme in den für sie relevanten Lern- und Lebenssituationen 
  • Offenheit und Neugier für neue, zeitgemäße Impulse und Ansätze da ist und die Bereitschaft besteht, diese auszuprobieren und zu reflektieren. 
  • Wissen und Erfahrungen über wirksame und zeitgemäße Ansätze geteilt werden. 
Wie wurden die entsprechenden Projektverbünde ausgewählt?

Die Auswahl der Projektverbünde erfolgte auf Grundlage allgemeiner sowie zum Teil spezifischer Kriterien in einzelnen Bundesländern. Die Auswahl wurde durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gemeinsam dem jeweiligen Landesbeirat oder einem entsprechenden Beratungsgremium getroffen. Für die Auswahl galten folgende allgemeine Kriterien:

  • Strukturelle Kriterien: Ein Projektverbund besteht aus mindestens einer Schule und einem außerschulischen Partner. Der außerschulische Partner muss gemeinnützig sein und über eine ordnungsgemäße Geschäftsführung verfügen. Der Projektverbund ist langfristig (Mindestlaufzeit ein Schuljahr) angelegt und seine Aktivitäten und Angebote finden regelmäßig statt.
  • Inhaltliche/methodische Kriterien: Das Projekt hat zum Ziel, Demokratie im Alltag erfahrbar zu machen und bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, mitzugestalten und verantwortungsvolle Rollen zu übernehmen. Das Projekt beschäftigt sich thematisch mit aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen und ihren Chancen sowie Herausforderungen. Es orientiert sich methodisch an digitalen, selbstbestimmten und dialogischen Wegen und verbindet traditionelle Ansätze mit neuen Herangehensweisen, erprobt diese und entwickelt sie weiter.
  • Kriterien auf der „Haltungsebene“: Die Projektpartner besitzen eine partizipativ ausgerichtete und kompetenzorientierte Grundhaltung für die gemeinsame Kooperation. Sie haben eine offene Haltung gegenüber neuen Impulsen zu zeitgemäßer Demokratiebildung, dem Praxisaustausch, der Vernetzung und dem Wissenstransfer.

Die Projektverbünde wurden im Bewerbungsprozess durch die regionalen Servicebüros der DKJS beraten und unterstützt. Sie reichten zunächst eine Interessensbekundung ein. In einem anschließenden Telefoninterview wurden weitere Fragen geklärt und die Bewerbungsunterlagen durch das entsprechende Protokoll vervollständigt. Die Bewerbungen wurden durch die DKJS und (falls vorhanden) den Landesbeirat gesichtet und anhand der oben genannten Qualitätskriterien, ggf. landesspezifischer Auswahlkriterien sowie anhand von Strukturmerkmalen ausgewählt.

Was sind die Kernformate des bundesweiten Projektes OPENION und wie sieht die konkrete Unterstützung der Projektverbünde aus?
  • Kooperationsdialoge: Kooperationsdialoge in allen Bundesländern dienen dem projektbezogenen Austausch und der Vernetzung mit relevanten Akteuren der Demokratiebildung aus Politik und Verwaltung, Fachcommunity sowie der pädagogischen Praxis. Auf dieser Grundlage entsteht die konkrete Ausgestaltung von OPENION im jeweiligen Land. 
  • Inspirationswerkstätten: Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren machen zusammen mit Lehrkräften und pädagogischem Personal an den beteiligten Schulen und außerschulischen Kooperationspartnern und Akteuren der Demokratieförderung im Land gute Praxis der Demokratieförderung sichtbar und setzen wechselseitig inspirierende Impulse. So tragen die Inspirationswerkstätten zur Entwicklung eigener Ideen bei und motivieren die Anwesenden, sich als Projektverbund zu bewerben. 
  • Projektmittel und Unterstützungsangebote: Jeder Projektverbund erhält eine einmalige finanzielle Förderung von insgesamt 2.000 Euro. Mit den Mitteln können z.B. Übungsleiter- bzw. Ehrenamtspauschalen, Transport- bzw. ÖPNV-Kosten, Mietkosten oder Sachmittel finanziert werden. Darüber hinaus unterstützt die DKJS die Projektverbünde im Bewerbungsprozess und während ihrer gesamten Laufzeit. Die DKJS ist stetige Ansprechpartnerin für auftretende Fragen während aller Projektphasen und vermittelt ggf. an Expertinnen und Experten. Die DKJS eruiert Fortbildungsbedarfe und entwickelt bedarfsorientierte Angebote. Sie schafft Lernmöglichkeiten zwischen den Projektverbünden und stellt unterstützende Materialien und Tools zur Verfügung. Darüber hinaus berät die DKJS die Projektverbünde in administrativen Fragen. 
  • Netzwerktreffen: Während der zweimal jährlich stattfindenden regionalen Netzwerktreffen, präsentieren Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen Projektverbünde ihre Aktivitäten, tauschen sich kollegial zu konkreten pädagogischen und organisatorischen Fragen aus und nehmen an qualifizierenden Workshops teil. 
  • Qualifizierung: Jeder Projektverbund erhält Unterstützungsangebote in Form von bedarfsorientierten Workshops, Beratungen und Hospitationsmöglichkeiten. 
  • Landesbeiräte: Die Gespräche mit den Kultus- und Jugend-/Sozialministerien der Länder münden in die Einrichtung von Landesbeiräten oder entsprechenden Beratungsremien, die die regionale Arbeit fachlich begleiten sowie zu transparenten und ggf. landesspezifischen Auswahlkriterien für die Projektverbünde im Land beraten. Je nach Landeskontext und in Abstimmung mit den jeweiligen Landesvertreterinnen und -vertretern werden dabei auch zentrale Expertinnen und Experten und relevante Stakeholder einbezogen. 
  • Online-Portal: Zur Wissenssicherung entsteht ein Online-Angebot, das gute Praxis, Informationen, Angebote sowie Tipps, Tricks und Tools bündelt. 
  • Demokratiekongress 2019: Ende 2019 findet ein bundesweiter Demokratiekongress statt, in dessen Rahmen die Projektverbünde ihre Ergebnisse präsentieren und sich über ihre Erfahrungen beim Ausprobieren innovativer Formen von Demokratiebildung austauschen können. 
Wer sind die Initiatoren des Projekts?

Initiator des bundesweiten Projektes OPENION – Bildung für eine starke Demokratie ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! hat die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung ein Konzept zur Demokratieförderung im Bildungsbereich entwickelt, welches die Potentiale der Kooperation zwischen Schule und außerschulischen Partnern befördert und auf enge Zusammenarbeit mit den Bundesländern setzt.

Wie ist OPENION in das Bundesprogramm Demokratie leben! eingeordnet?

OPENION – Bildung für eine starke Demokratie ist ein bundesweites Modellprojekt im Themenfeld „Demokratieförderung im Bildungsbereich“ des Programms Demokratie leben! des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Was geschieht mit den Projektverbünden nach Ende der Programmlaufzeit?

Die Projektverbünde werden nicht nur finanziell unterstützt, sondern durch die DKJS auch aktiv begleitet, um sie über die Förderdauer hinaus tragfähig zu machen. Dabei werden Strukturen und Prozesse etabliert oder ausgebaut, damit die Arbeit langfristig fortgesetzt werden kann.

Wie wird der Erfolg von OPENION „gemessen“?

Das Projekt wird wie alle Projekte im Bundesprogramm Demokratie leben! des BMFSFJ vom Deutschen Jugendinstitut evaluiert.

Ausgehend von einer wirkungsorientierten Projektplanung ist OPENION erfolgreich, wenn… 

  • Akteure vor Ort erfolgreich entlang eines gemeinsamen Vorhabens zu zeitgemäßer Demokratiebildung kooperieren, die Gelingensbedingungen ihrer Kooperation reflektieren und die Zusammenarbeit verfestigen. ​ 
  • Erwachsene Begleiterinnen und Begleiter darin bestärkt sind, Demokratie für Kinder und Jugendliche im Alltag erfahrbar zu machen und gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen zeitgemäße Ansätze der Demokratiebildung​ erproben.  
  • Staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure der Demokratieförderung das Projekt OPENION und die Erfahrungen und Beispiele zu zeitgemäßer Demokratiebildung gewinnbringend und nachhaltig mit ihren jeweiligen Landesstrategien und Aktivitäten verbinden. 
Wofür steht der Projektname?

Der Projektname OPENION – Bildung für eine starke Demokratie ist ein Kunstwort, eine Mischung der Wörter

  • „Opinion“ – für eine klare soziale Haltung und offene Meinungsfähigkeit
  • „open“ – für die Aufgeschlossenheit im demokratischen Dialog
  • „on“ – für die Aktivierung zeitgemäßer Demokratiebildung sowie für Kinder und Jugendliche, die selbst in der Demokratie aktiv und mündig sind.
Wer sind die weiteren Partner?

Partner des Projektes sind die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V. (DeGeDe) und der Förderverein Demokratisch Handeln. Derzeit finden Kooperationsgespräche mit den Bildungs- und Sozial- bzw. Jugendministerien der Länder sowie deren geförderten Projekten, Organisationen und Initiativen auf Fach- und Praxisebene der Demokratieförderung und den Landesdemokratiezentren statt. Für eine kontinuierliche Zusammenarbeit werden Beiräte auf Landes- und Bundesebene eingebunden.

Die Projektentwicklung erfolgt dialogisch unter Einbezug der Praxis und fachlichen Beratung der Partner in Bund und Ländern.  OPENION setzt auf eine landesspezifische Umsetzung durch enge Kooperationen mit den zuständigen Ministerien.

Was sind die Rollen der einzelnen Akteure in der Umsetzungsphase von OPENION?

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung ist Projektträgerin, steuert und kontrolliert alle operativen Prozesse und koordiniert die Zusammenarbeit aller Beteiligten auf Bundes- und Länderebene. Sie begleitet die Projektverbünde und unterstützt sie u.a. mit Qualifizierungs- und Vernetzungsangeboten.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert das Programm finanziell im Rahmen des bundesweiten Programms Demokratie leben!.

Wie viel Geld wird durch das BMFSFJ in das Projekt investiert?

Das BMFSFJ unterstützt das bundesweite Modellprojekt im Rahmen des Bundesprogrammes Demokratie leben! mit insgesamt rund 6,8 Millionen Euro.

Wie lautet das offizielle Projekt-Wording?

OPENION – Bildung für eine starke Demokratie ist ein bundesweites Projekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".