• städtischer Raum
  • 13-14 Jahre

Das Projekt

Bei dem Projekt „Echt tol(l)erant“ entwickeln Schülerinnern und Schüler digitale Kampagnen für ein tolerantes und solidarisches Miteinander im Schulalltag. Themen wie Aussehen oder Herkunft führen zu unterschiedlichen Konflikten zwischen Jugendlichen, denen der Projektverbund entgegenwirkt. Die Initiatorinnen Arabella Walter vom Bremer Jugendring und Dörte Moed, Lehrerin der Oberschule an der Julius-Brecht-Allee in Bremen, reagieren gemeinsam mit den Jugendlichen damit auf gegenwärtige gesellschaftliche Tendenzen im Umgang mit wachsendem Rechtspopulismus und offener Diskriminierung. „Das Besondere an OPENION ist, dass man ein Jahr Zeit hat, um intensiv ein Thema zu bearbeiten und sich mit einem Thema auseinandersetzen kann, das sehr wichtig ist, aber so dennoch nicht explizit im Lehrplan steht.“, sagt Arabella Walter. Gemeinsam mit dem Bremer Jugendring erarbeiten Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der Oberschule an der Julius-Brecht-Allee eigenständig und frei wählbar Kampagnen, die sich für mehr Toleranz und gegen Diskriminierung und Ausgrenzung aussprechen. Die Themen der Kampagnen werden medial beispielsweise als App, Blog, Video oder als interaktives Spiel umgesetzt: „Der Vorteil bei digitalen Projekten ist auch, dass dadurch eine bestimmte Reichweite der Themen möglich wird. Das ist also passend zum Thema. Außerdem entspricht der Einsatz digitaler Medien den Interessen und der Lebenswelt der Jugendlichen und trägt so dazu bei, dass sie sich intensiver mit dem Thema auseinandersetzen.“, erklärt Arabella Walter. Der Bremer Jugendring begleitet die selbstbestimmte und partizipative Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Bildungsmodulen. Die Arbeit am Projekt findet vor allem im Fach Gesellschaft und Politik statt. Darüber hinaus werden auch die SchülerInnenvertretung und die Vorklasse (Integrationsklasse) in das Projekt eingebunden. Die Kampagnen sollen sich nicht nur auf den Raum Schule selbst beziehen, sondern auch auf den Stadtteil Bremen-Vahr. Angedacht sind unter anderem Kooperationen mit der Jugendvertretung in Bremen-Vahr. Eine Talk-Show an einem zentralen Ort in Bremen, zu der auch Politiker und Politikerinnen eingeladen werden, soll den Abschluss des Projekts bilden. Dort werden alle Kampagnen vorgestellt und präsentiert. Weiterhin werden Peers ausgebildet, die die kreative Aufklärungsarbeit an nächste Jahrgänge weiterreichen und den Prozess unterstützen, dass sich entsprechende Kampagnen als wesentlicher Teil der eigenen Schulkultur verstetigen. Die Partizipation der Kinder und Jugendlichem im Projekt spielt, wie Arabella Walter beschreibt, eine ganz besondere Rolle: „Partizipation ist das A und O des Projekts. Die Kinder und Jugendlichen werden von Anfang an mitbestimmen, was Toleranz für sie bedeutet und sich eigene Regeln aufstellen. Insbesondere bei der Wahl der Methode und des Inhalts ihrer Kampagnen haben sie die freie Wahl. Die Themen Toleranz und Demokratie brauchen eine nachhaltige Beschäftigung und diese Nachhaltigkeit erhalten sie für die Jugendlichen nur, wenn diese sich mit etwas beschäftigen können, worauf sie selber Lust haben. Dabei lernen sie außerdem, was die Themen mit Verantwortung und Engagement zu tun haben. Ein wichtiges Ziel des Projekts ist es, die Jugendlichen dazu zu ermutigen, für ihre eigenen sowie die Rechte anderer Menschen einzutreten. Das kann nur dann gelingen, wenn man sie ernst nimmt, Vertrauen in sie und ihre Fähigkeiten hat und sie von Anfang an mitbestimmen lässt.“

Die Schule

Oberschule an der Julius-Brecht-Allee
(weiterführende Schule ohne gymnasiale Oberstufe)
Bremen

Der Partner

Bremer Jugendring e. V.
Bremen

Ansprechpartner/in: Arabella Walter, Tel. 0421-41658516

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