Überblick

Bei der Entwicklung der Qualitätskriterien nehmen Jugendliche für uns eine entscheidende Rolle ein, da ihre Perspektive in den bisherigen Aufzählungen und Arbeitshilfen nicht bzw. nicht ausreichend berücksichtigt wird. Unsere Verantwortung als DKJS ist es, jungen Menschen die Beteiligung und Teilhabe an demokratischen Prozessen zu ermöglichen. Aus diesem Grund beteiligen wir sie im Sinne der jugendorientierten Demokratiebildung als heterogene Gruppe mit unterschiedlichen Lebensrealitäten, Bedürfnissen und Wünschen an dem Prozess.

Wir arbeiten eng mit Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren zusammen und bieten ihnen mit den verschiedenen Beteiligungsformaten Räume für echte Partizipationserfahrungen. Auf diese Weise beziehen wir die Meinungen der Jugendlichen von Anfang an mit in der Entwicklung der Qualitätskriterien ein.

Mit den Jugendlichen arbeiten wir gemeinsam in den folgenden Beteiligungsformaten:

  • Demokratiewerkstätten „Virus vs. Demokratie“:
    In den Demokratiewerkstätten „Virus vs. Demokratie“ erprobten Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren Demokratiekompetenzen und äußerten ihre Bedürfnisse und Erwartungen an Angebote zeitgemäßer Demokratiebildung. In diesen Demokratiewerkstätten reflektierten Jugendliche beispielsweise ihre Sichtweisen auf die gesellschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise. Die Werkstätten stellen sicher, dass die Stimmen der Jugendlichen im Entwicklungsprozess von Qualitätskriterien berücksichtigt werden. Die Demokratiewerkstätten fanden im Dezember 2020 statt. Einen Einblick gibt es hier.
  • Jugendbarcamp:
    Im Rahmen des digitalen Jugendbarcamps diskutieren wir gemeinsam mit Jugendlichen aus ganz Deutschland über die Frage, was aus ihrer Sicht gute Demokratiebildung ausmacht. Die Jugendlichen aus den OPENION-Projektverbünden tauschen sich in mehreren Sessions aus, stellen ihre Fragen und bringen ihre eigenen Anliegen zum Thema Qualität in der Demokratiebildung ein.
  • Demokratiewerkstätten „Jugend.Werte.Demokrate“:
    In diesen Demokratiewerkstätten sprechen wir mit Jugendlichen über ihre Werte und den Zusammenhang für das gesellschaftliche Miteinander. Das jugendgerechte Reflexions- und Diskussionsformat arbeitet mit der Methode der philosophischen Gesprächsführung und öffnet damit einen Raum, in dem Kinder und Jugendliche erfahren, dass ihre persönliche Erfahrung wertvoll ist und geteilt werden darf. Die Teilnehmenden reflektieren nicht nur ihre eigenen Werte, sondern stärken auch ihre Demokratiekompetenzen. Die aus dieser Diskussion gewonnenen Bedürfnisse und Perspektiven der Jugendlichen binden wir im nächsten Schritt mit in den Entwicklungsprozess der Qualitätskriterien ein.
  • wissenschaftliche Begleitung:
    Mit der wissenschaftlichen Begleitung erheben und analysieren wir Sichtweisen von Jugendlichen auf die Qualität kooperativer Demokratiebildung. Die wissenschaftliche Begleitung entwickelt Fragestellungen und erhebt darauf aufbauend die Meinungen und Perspektiven der Jugendlichen. Dabei orientiert sich die wissenschaftliche Begleitung an der zentralen Leitfrage: Was wünschen sich Jugendliche von guten Demokratiebildungsprojekten? Die Ergebnisse bereiten wir im Anschluss digital auf.